Rumänien, Bulgarien, Griechenland - Eine Reise durch den "Hinterhof Europas"



Prolog


Am Anfang war ein Traum

Es war Ende Juni 2003, als ich mit meinen zwei besten Freunden, Sascha und René, von der Maturareise aus der Türkei zurückkam. Die Schule lag hinter uns, der Grundwehr- bzw. Zivildienst rückte näher. Ich hatte in diesem Sommer (das war wirklich noch ein Sommer) einen Ferialjob bei IBM bekommen, wo ich im August und September arbeiten sollte um dann Anfang Oktober für ein Jahr zur Rettung zu gehen. Wir waren gerade eine Woche zuhause, als mir die Idee kam, ich könnte doch Kristina, eine Freundin in Sofia, besuchen fahren. Ich hatte sie drei Jahre zuvor im Internet kennen gelernt und bis jetzt nur ein Foto von ihr gesehen. Ok, soweit so gut, nur wie nach Bulgarien kommen?? Möglichkeiten: Mit dem Flugzeug. Zu teuer für mich. Mit dem Zug. Danke an die Bahn, 4 Mal umsteigen, 30 Stunden Fahrzeit und: zu teuer. Mit dem Autobus. Tolle Alternative in den Osten, erschwinglich, allerdings 18 Stunden Fahrzeit.

Also, was tun? Lagebesprechung mit Sascha und René bei einem kühlen Blonden. Im Suff der Geistesblitz: wir fahren mit dem Auto. Aber Serbien ist vielzu gefährlich (dachten wir damals - in Wahrheit ein wunderschönes, gastfreundliches Land, dass es verdient bereist zu werden), wir fahren über Rumänien. Und nach einer kurzen Wir-kaufen-nur-das-notwendigste-an-Lebensmitteln ging es vollbepackt am Tag drauf los.

Und dann geschah es. Wir standen an der Grenze Ungarn-Rumänien. Ein Deutscher auf einer GS überholte uns. Der Mann vom anderen Stern. Vollbepackt mit allem möglichen Zeug und bei mir kam ein kribbelndes Gefühl im Bauch auf.

Ab diesem Zeitpunkt keimte der Wunsch in mir mit dem Motorrad die Welt zu bereisen. Einfach so...



8. und 9. Juni 2006 -->

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