Reise 2006 - Die Tage danach


Gleich nachdem sich Christian und ich in Nickelsdorf trennten fuhr ich zu meinen Eltern. Sie waren überglücklich mich wohlbehalten wiederzusehen. Es folgten ein paar Gespräche über die vergangenen zwei Wochen, das Erlebte in Worte zu fassen war auf der einen Seite kompliziert und auf der anderen Seite wahnsinnig aufregend. Anschließend wollte ich alleine sein. Ich brauchte noch einige Tage, bis ich mich an meine Heimat wieder "gewöhnt" hatte, das bekam ich auch von Freunden zu hören. Das klingt vielleicht komisch, aber es ist eine Umstellung. In den vergangenen zwei Wochen wusste ich nicht, wo wir am Abend schlafen werden, wie die Leute dort sind und ob meine Kette hält ;o)

Es war einfach ein komisches Gefühl, ich wollte es nicht wahrhaben, dass unsere Reise so schnell wieder vorbei ist. Irgendwie deprimierend. Aber das Leben und der Alltag gehen weiter, also ging ich am darauffolgenden Montag wieder in die Arbeit, erledigte meine Sachen, wie ich sie immer erledigt hatte und spürte, dass das nicht alles gewesen sein kann.

Irgendwann traf ich Christian wieder, er gab mir die Fotos die er gemacht hat. Wir sprachen über das gemeinsam Erlebte und er fragte mich, ob wir 2007 wieder gemeinsam fahren werden. Na klar, warum nicht. Ich glaube, dass ist das Leiden all jener Menschen, die individuell Reisen. Wenn du einmal weg warst, willst du wieder weg. Und dann noch weiter. Es war ganz klar, der Reisevirus hatte uns beide erwischt, mit seiner ganzen Wucht.


<-- Dienstag, 20. Juni und Mittwoch 21. Juni 2006

Übersicht Reise 2006